Cantilever Bremsen

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Cantilever Bremse - gute Bremswirkung zum kleinen Preis

Die sogenannte Cantilever Bremse hat bei trockenem Wetter eine hervorragende Bremswirkung. Das Gewicht dieses Bremstyps ist vergleichsweise gering und der Preis im Vergleich zu anderen Bremssystemen eher niedrig.

Die Cantilever Bremse gilt zwar als wartungsintensiv, kann aber durchaus auch von Personen mit geringen technischen Grundkenntnissen mit wenig Aufwand instand gesetzt werden. Die Seilzüge und Hüllen von Cantilever Bremsen sollten alle ein bis zwei Jahre ausgetauscht werden.

Cantilever Bremsen sind auch für Sonderzwecke wie beispielsweise für besonders dicke Reifen in Verbindung mit großem Schutzblechfreiraum geeignet. Bei Nässe kann es allerdings zu einer nachlassenden Bremswirkung und einem systembedingten Bremsenverschleiß kommen. Werden keramikbeschichtete Felgen verwendet, ist damit aber nicht zu rechnen. Im Vergleich zu V-Brakes ist die Dosierbarkeit der Bremskraft von Cantilever Bremsen nicht ganz so gut.

Cantilever Bremse Shimano BR-CT91

Bremsen müssen für jedes Bike fachgerecht montiert und gewartet werden

Im Fachjargon bezeichnet man die Cantilever Bremse als eine Form einer sogenannten Felgenbremse. Beim Zweiradfahren ergeben sich die meisten Probleme wegen Bremsen von schlechter Qualität, unzureichende oder fehlerhafte Montage, schlechter Installation der Züge oder aus einer übermäßigen Reibung.

Grundsätzlich werden Felgenbremsen in zwei Typen eingeteilt, Zangenbremsen und Cantilever Bremsen. Zangenbremsen werden auch als Seitenzugbremsen bezeichnet. Die Cantilever Bremse wird am Rahmen oder an den Seiten einer Fahrradgabel befestigt und zwar separat auf jeder Seite. Es werden am Rahmen zur Befestigung speziell aufgelötete Halterungen benötigt. Üblicherweise werden diese Halterungen auch als Canti-Sockel bezeichnet. Für jedes Laufrad besteht die Bremse aus zwei separaten Armen, jeweils einzeln an der Gabel oder am Rahmen befestigt.

Die verschiedenen Bremsentypen fürs Bike im Wandel der Zeit

Innerhalb der Cantilever Bremsen werden nochmals vier verschiedene Typen unterteilt.

  • Sogenannte V-Brakes kommen bereits seit Mitte der 1990er Jahre zum Einsatz, es handelt sich um den am meisten verwendeten Bremsentyp an Fahrrädern. V-Brakes ist die einzige Sorte einer Cantilever Bremse, bei welcher der Bremszug statt über die Mitte herunter von einer Seite kommt.
  • Die traditionelle Mittelzug Cantilever Bremse wurde ebenfalls seit Mitte der 1990er Jahre an nahezu sämtlichen Mountainbikes verwendet. Bei Cyclocross- oder Tourenfahrrädern ist dieser Bremsentyp immer noch sehr populär. Mittelzugbremsen sind funktional gesehen den U-Brakes recht ähnlich, bei Sporträdern in den 1960er sowie 1970er Jahren waren Mittelzugbremsen populär.
  • Beim Mountain Bike waren die sogenannten U-Brakes um das Jahr 1987 herum in Mode, typischerweise wurde dieser Bremsentyp unterhalb der Kettenstreben montiert. In den letzen Jahren gab es durch die Verwendung an Freestyle-Fahrrädern eine gewisse Wiederbelebung der U-Brakes.
  • Und schließlich die Roller-Cam-Bremse als vierte Variante der Cantilever Bremse, sie war Mitte der 1980er Jahre kurzzeitig populär und gilt als Vorläufermodell der U-Brake.

Die Wichtigkeit der Bremshebel bei Felgenbremsen

Für V-Brakes werden spezielle Bremshebel benötigt, welche das Zugseil doppelt so weit und nur halb so stark ziehen. Es empfiehlt sich aus Sicherheitsgründen nicht, Bremszüge oder Hebel zwischen V-Brakes und anderen Bremstypen zu mischen. Werden konventionelle Bremshebel mit V-Brakes verwendet, so wird normalerweise unzureichend Zugseil eingezogen, um auch bei nasser Fahrbahn optimal zu bremsen, ohne dass am Lenker die Hebel anschlagen. Bei Trockenheit greifen sie mitunter zu plötzlich oder funktionieren überhaupt nicht. Werden Bremshebel für V-Brakes mit anderen Bremstypen verwendet, so fühlen sich diese in der Regel angenehm und robust an, wenn daran gezogen wird. Allerdings muss daran oft doppelt so stark gezogen werden als nötig. Deshalb gilt diese Kombination ebenfalls als nicht sicher.

Technische Innovationen bei Bike Bremssystemen

Die traditionelle Cantilever Bremse verwendet zwei Züge, einen Querzug, verlaufend zwischen beiden Bremsarmen und den Hauptzug vom Bremshebel. Mithilfe einer Klemmung an einem Hänger wird der Hauptzug fixiert, es handelt sich dabei um eine Art von Haken, mit dessen Hilfe der Querzug gezogen werden kann. Dieses System hat gut funktioniert bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Mountainbikes ihren Siegeszug antraten. Denn es gab eine Reihe von schweren Unfällen, die durch einen Ausfall des Hauptzuges verursacht wurden. Dabei konnte sich der Zug an einer Umlenkrolle oder am Bremshebel lösen. Sobald der Hauptzug nachgibt, kann es passieren, dass der Querzug herunterfällt und vom Stollen der Reifen erfasst wird. Durch das Reißen der Stollen am Querzug wird eine plötzliche Radblockade verursacht und infolgedessen ein Unfall.

Shimano Verbindungskabel kontra Querzug

Aufgrund dieser unfallträchtigen und verhängnisvollen Entwicklung entwickelte Shimano schon bald den Link Wire, ein spezielles Verbindungsseil. Dieses dient als Hängerersatz und ersetzt somit die Hälfte des Querzuges. Der Hauptzug verläuft nun durch den als Hänger fungierenden Knopf und wird bis zu einem der Bremsarme hinuntergeführt, um so die andere Hälfte des virtuellen Querzuges zu bilden.

Zur Ausrichtung des verlängerten Zuges dient eine auf dem Knopf aufgedruckte Linie. Zu Anfang gab es erheblichen Widerstand gegen diese Art der Konstruktion, denn sie ist nicht annähernd so einstellbar, wie das bei einem separaten Querzug der Fall ist. Eingestellt werden kann die Konstruktion aber durch die Auswahl unterschiedlich langer Verbindungskabel.

Grundsätzlich ist das Link Wire aber ein hervorragendes System. Alle Kabelabschnitte werden vom Verbindungskabel in einer geraden Linie gehalten, ganz im Gegensatz zu Querzügen, die über dem Hänger in einem Bogen verlaufen. Das erlaubt nicht nur eine genauere Einstellung der Bremse, sondern reduziert auch verschwendete Bewegungen. Beim Lösen der Bremse driften die Bremsklötze weg von der Felge. Es gilt als ideal, wenn die Klötze auf beiden Seiten im gleichen Abstand zu den Felgen stehen. Nur dann sind die Bremsen richtig zentriert. Falls nicht darauf geachtet wird, kann es passieren, dass sich einer der beiden Klötze gar nicht bewegt und an der Felge schleift, sogar dann, wenn die Bremse nicht betätigt wird.



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